Spinnen & Spinnenbekämpfung

Spinnen, eigentlich "Webspinnen" (Araneae), sind keine Insekten, sondern gehören zu den Spinnentieren, wie Skorpione, Milben und Zecken.

Spinnen in der Schweiz

Weltweit gibt es über 40‘000 Spinnenarten, wovon knapp 1000 auch in der Schweiz vorkommen und davon mehr als 100 in städtischen Gebieten. Zu den häufigsten Spinnenarten in der Schweiz gehören die Gartenkreuzspinne, Zitterspinne, Hauswinkelspinne, Ammen-Dornfinger, Ameisenspringspinne und die Mauerspinne.

Spinnen kommen in hoher Dichte überall auf dem Festland vor und spielen eine zentrale Rolle bei der Regulierung von Insektenpopulationen in Ökosystemen. Spinnen sind daher auch wichtige Bioindikatoren für den Zustand natürlicher Lebensräume.

In der Landwirtschaft erweisen sich Spinnen als natürliche Schädlingsbekämpfer und Nützlinge, indem sie Insekten wie Fliegen und Mücken jagen. Hochrechnungen zufolge wiegen alle Spinnen der Welt zusammen 25 Millionen Tonnen und fangen jedes Jahr ca. 400 – 800 Tonnen Insekten.

Obwohl die meisten Spinnen ihre Beute mit Gift überwältigen, stellen in der Schweiz weder einheimische noch zugewanderte Spinnenarten eine Gefahr für den Menschen dar. Das Gift der Spinnen wirkt auf Ihre Beutetiere lähmend, ist aber für den Menschen nur selten gefährlich.

Einzig die Mauerspinne aus der Familie der Kräuselspinnen stellt für Haus- und Liegenschaftsbesitzer ein lästiges Problem dar, weil sich in ihren klebrigen Spinnweben an Hausfassaden viele Insekten und Staubteilchen verkleben, die unhygienisch wirken und optisch das Erscheinungsbild des Gebäudes stören.

Lebensraum & Vorkommen der Kräuselspinne

Die Heimat der Kräuselspinne liegt im Grenzbereich zwischen den warmen und gemässigten Klimazonen, insbesondere im Mittelmeerraum und in Südeuropa.

Auch in der Schweiz ist die Wärme liebende Kräuselspinne heimisch und gründet ihre Kolonien in der freien Natur. Wir finden die Kräuselspinne am Waldrand sowie auf Blättern und Stauden zahlreicher niedriger Pflanzen, in den Rissen von Bäumen, unter und zwischen Steinen an trockenen Standorten oder auf zerklüftetem Felsgestein. Die Mauerspinne ist eine der ca. 50 Arten der Familie der Kräuselspinnen. Oft besiedelt die Mauerspinne zum Ärgernis von Haus- und Liegenschaftsbesitzer begrünte Hauswände und Gebäudefassaden.

Tier- und Artenschutz

Spinnen spielen eine wichtige Rolle im Ökosystem als Räuber von Insekten und anderen kleinen Tieren. Ihre Erhaltung hängt von einem bewussten Umgang mit natürlichen Ressourcen und dem Schutz ihrer Lebensräume ab.

Die Gefährdung von Spinnen variiert je nach Art und geografischer Lage. Eine der Hauptbedrohungen vieler Arten stellt der Lebensraumverlust durch Urbanisierung, Landwirtschaft und Entwaldung dar. Der Einsatz von Chemikalien und Pestiziden in der Landwirtschaft kann die Populationen von Spinnen ebenso direkt oder indirekt durch die Reduzierung ihrer Beutetiere beeinträchtigen. Nicht zuletzt können Veränderungen des Klimas und somit von Temperatur- und Niederschlagsmustern die Lebensbedingungen für bestimmte Spinnenarten verschlechtern.

In einigen Regionen der Welt stehen einzelne Spinnenarten unter Schutz, besonders wenn sie als bedroht oder gefährdet gelten. Der Schutzstatus variiert jedoch stark von Land zu Land und hängt von der lokalen oder nationalen Gesetzgebung ab.

In der Schweiz gibt es für Spinnen im Allgemeinen keine spezifischen Schonzeiten wie bei jagdbaren Tieren. Der Schutz von Spinnen konzentriert sich eher auf den Erhalt ihres Lebensraums und die Reduzierung von Bedrohungen wie Pestizideinsatz und Lebensraumverlust. In Schutzgebieten können jedoch ganzjährige Beschränkungen für bestimmte Aktivitäten gelten, um die dort lebenden Arten, einschliesslich Spinnen, zu schützen.

Befall von Mauerspinnen vorbeugen

Da Spinnen vorwiegend nachts aktiv sind und sich von Insekten ernähren, die ihrerseits von Lichtquellen angezogen werden, bieten Nachtbeleuchtungen und beleuchtete Werbetafeln Spinnen ideale Jagdbedingungen.

Um die Anwesenheit von Spinnen zu reduzieren, sollten Sie daher die Beleuchtung Ihres Gebäudes nachts minimieren und möglichst auf LED-Lampen umsteigen, da diese weniger Insekten anlocken und Ihr Gebäude so für Spinnen weniger attraktiv machen.

Befall von Mauerspinnen erkennen

Wenn dunkle, kreisrunde Flecken die Fassade Ihrer Immobilie verunstalten, so, als hätte sie einen ,Ausschlag’, dann ist wohl die Mauerspinne am Werk.

Mauerspinnen bekämpfen

Ein proaktiver Spinnenschutz zu Beginn des Jahres zahlt sich gleich doppelt aus: Er verhindert nicht nur das Ansiedeln der Spinnen im Frühjahr, sondern sorgt auch dafür, dass Ihre Fassade länger frei von störenden Spinnweben bleibt.

FAQs

Hier finden Sie informationen zu häufig gestellten Fragen und Problemen.

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